Gestern bis 5 Uhr gearbeitet. Heute um 11 werde ich geweckt, meine Nachbarin erklärt mir das System der Müllabholung. So weit, so aufnahmefähig.
Turns out, wir haben für zwei der Mietparteien eine kleine Mülltonne, die — so ich das richtig verstanden habe — zweiwöchentlich geleert wird. Währenddessen sammeln sich hier die Müllsäcke, weil die Mülltonne immer voll ist. Aber wenn ich “ordentlich trenne”, dann haut das hin.
Solchen Optimismus will ich ja dann auch nicht niederstampfen, aber mal ehrlich, das kann doch nicht effizient sein? Für den gelben Sack sollte ich jedes Teil entleeren, ausspülen, falten. Da verschwende ich doch mehr Wasser (und Zeit) als sonstwas. Dann werden die getrennt abgeholt (wieder Umweltbelastung) und dann sowieso nachsortiert und gewaschen. Das meiste landet dann eh in der Müllverbrennungsanlage.
Der nächste Papiercontainer ist übrigens weder nah noch ein Papiercontainer. Aber wenn ich ~5km fahre, dann ist da ein Recyclinghof… hallo? Ich will weder meinen Papiermüll portionsweise zum Recyclinghof karren, noch will ich den in meiner Wohnung ansammeln, bis es sich lohnt. Resultat: Papier landet auch im Restmüll.
Mülltrennung sollte heißen, dass man sich leicht von seinem Müll trennen kann. Nicht so’n Getue.